cornus mas ElegantnyjUkrainische Fruchtsorte.

Mittleres Fruchtgewicht 5g. Zuckergehalt 9,1%. Die Mittelernte von einem ca. 15-jährigen Strauch beträgt 30kg. Früheste aller Sorten – die Fruchtreife beginnt in der ersten Augusthälfte. Die Früchte fallen nicht ab!
Schwachwüchsige Sorte, die keine 2m Höhe und bis zu 2,5m Breite erreicht.

Früchte besonders empfohlen:
für Eingemachtes

cornus mas Koraowyj MarkaUkrainische Fruchtsorte, enstanden als Sämling der Sorte Jantarnyj.

Mittleres Fruchtgewicht 5,8g. Zuckergehalt 12,7%. Die wohl schmackhafteste ukrainische Sorte. Durchschnittlicher Ertrag von einem ca. 15-jährigen Strauch beträgt 36kg. Die Fruchtreife beginnt Mitte August.

Früchte besonders empfohlen:
als Tafelobst, für Likör und Eingemachtes

cornus mas FlavaEine der ältesten Sorten, erstmals im 17. Jahrhundert erwähnt, mit mittelgroßen, durchscheinend gelben, sehr schmackhaften Früchten mit leichtem Ananasaroma. Sie reifen im August und fallen schnell herab. In manchen Jahren ist es die zeitigste aller Sorten. Sie ist durchschnittlich ertragreich, starkwachsend, mit lichter, ausladender Krone.

Früchte besonders empfohlen:
als Tafelobst

cornus mas WydubieckijUkrainische Fruchtsorte.

Mittleres Fruchtgewicht 6,5g. Zuckergehalt 7,5%. Eine der ertragreichsten Sorten - durchschnittlich können von einem ca. 15-jährigen Strauch 50kg Früchte geerntet werden. Fruchtreife beginnt in der zweiten Augusthälfte.

Früchte besonders empfohlen:
für Eingemachtes

cornus mas DublanyIm Arboretum Bolestraszyce selektierte polnische Fruchtsorte.

Die Früchte zeichnen sich durch einen wechselhaften Gehalt an Vitamin C in den folgenden Jahren sowie einen hohen Zucker- (13%) und Pektingehalt aus. Sie beginnen in der zweiten Augusthälfte zu reifen und fallen schnell zu Boden.
Mäßig stark wachsende Sorte mit typischer kegelförmiger Krone.

Früchte besonders empfohlen:
als Tafelobst für Likör und Eingemachtes

cornus mas P5Diese Sorte wurde von unserer Baumschule eingeführt. Die Früchte sind birnenförmig, sehr schmackhaft und reifen in der zweiten Augusthälfte.

Sehr ertragreiche Sorte, mäßig stark wachsend, mit breit kegelförmiger Krone bis 3m he und Breite.

Früchte besonders empfohlen:
als Tafelobst, für Likör

cornus mas JuliuszIm Arboretum Bolestraszyce selektierte polnische Fruchtsorte.

Fruchtreife beginnt Ende August. Zuckergehalt 10%. Die Früchte sind besonders gut zum Einwecken geeignet. Juliusz besitzt den kürzesten Erntezeitraum von allen polnischen Sorten, welcher keinen ganzen Monat beträgt.
Starkwachsende Sorte mit im Alter ausladender Krone.

Früchte besonders empfohlen:
für Eingemachtes (als Olivenersatz!) und Saft

cornus mas SzaferIm Arboretum Bolestraszyce selektierte polnische Fruchtsorte.

Szafer besitzt eine der schmackhaftesten Früchte mit den höchsten Vitamin C-, Zucker- (16%) und Anthocyanfarbstoffwerten sowie einem mittleren Pektingehalt. Sie reifen Ende August und ermöglichen den längsten und gleichmäßigen Erntezeitraum von allen polnischen Sorten, welcher über anderthalb Monate beträgt.
Mäßig stark wachsende Sorte mit typischer kegelförmiger Krone.

Die universellste Sorte, besonders empfohlen:
als Tafelobst, für Likör, Eingemachtes und Saft

cornus mas BolestraszyckiIm Arboretum Bolestraszyce selektierte polnische Fruchtsorte.

Trägt die größten Früchte von allen polnischen Sorten. Sie zeichnen sich durch hohe Vitamin C- und Pektinwerte sowie einen sehr hohen Zuckergehalt (14%) aus. Beginn der Fruchtreife ist Ende August. Der Erntezeitraum ist lang, aber wetterabhängig wechselhaft in den folgenden Jahren.
Mäßig stark wachsende Sorte mit typischer kegelförmiger Krone.

Früchte besonders empfohlen:
als Tafelobst für Likör und Eingemachtes

cornus mas SwietljaczokUkrainische Fruchtsorte mit einen der größten Früchte - durchschnittlich 7g schwer, maximal bis über 11g! Zuckergehalt 9,7%. Die Früchte beginnen Anfang September zu reifen und fallen nicht zu Boden. Nach der Ernte sind sie ziemlich gut lagerfähig. Durchschnittlicher Ertrag von einem ca. 15-jährigen Strauch beträgt 50kg.
Mäßig stark wachsende Sorte, die eine 2,5m hohe und 3m breite Krone aufbaut.

Früchte besonders empfohlen:
für Eingemachtes

cornus mas SowianinIm Arboretum Bolestraszyce selektierte polnische Fruchtsorte.

Das Durchschnittsgewicht der Früchte beträgt 3,0g. Sie zeichnen sich durch einen niedrigen Vitamin C Gehalt, einen sehr hohen Zuckergehalt (14%) sowie den höchsten Pektingehalt aus. Beginn der Fruchtreife liegt bei Anfang September. Der Erntezeitraum ist lang und variiert in verschiedenen Jahren.
Mäßig stark wachsende Sorte mit breiter Krone.

Früchte besonders empfohlen:
als Tafelobst, für Likör und Eingemachtes

cornus mas PaczoskiIm Arboretum Bolestraszyce selektierte polnische Fruchtsorte.

Die Früchte besitzen einen mittlerren Gehalt an Vitamin C, Zucker (12%) und Pektinen. Sie beginnen Anfang September zu reifen. Der Erntezeitraum ist lang, aber wetterabhängig wechselhaft, in günstigen Jahren kann er sogar über zwei Monate dauern.
Mäßig stark wachsende Sorte mit typischer kegelförmiger Krone.

Früchte besonders empfohlen:
als Tafelobst, für Likör und Saft

cornus mas JantarnyjUkrainische Fruchtsorte mit gelben Früchten. Sehr ertragreich – die Mittelernte von einem ca. 15-jährigen Strauch beträgt 40kg. Die Früchte sind schmackhaft, mittelgroß – durchschnittlich 3,5g schwer. Zuckergehalt 9,6%. Sie reifen in der ersten Septemberhälfte und fallen zu Boden. Sie sind nur schwach lagerfähig.
Mäßig stark wachsende Sorte mit breit kegelförmiger Krone.

Früchte besonders empfohlen:
als Tafelobst, für Eingemachtes

cornus mas KresowiakIm Arboretum Bolestraszyce selektierte polnische Fruchtsorte.

Die Früchte wiegen durchschnittlich 2,8g. Sie charakterisieren sich durch einen schwankenden Vitamin C Gehalt, einen hohen Zuckergehalt (>13%) sowie ziemlich hohen Pektingehalt.
Die Früchte beginnen in der ersten Septemberhälfte zu reifen. Der Erntezeitraum ist ausgeprägt veränderlich und kann in einigen Jahren über 2 Monate dauern.
Mäßig stark wachsende Sorte mit breiter Krone.

Früchte besonders empfohlen:
als Tafelobst, für Likör und Eingemachtes

cornus mas FloriankaIm Arboretum Bolestraszyce selektierte polnische Fruchtsorte.

Das Durchschnittsgewicht der Früchte beträgt 3,4g. Sie zeichnen sich durch mittlere Vitamin C Werte, niedrigen Zuckergehalt und durchschnittlichen Pektingehalt aus.
Die Früchte beginnen spät zu reifen - nur etwas früher als bei Podolski. Der Erntezeitraum ist kurz.
Stark wachsende Sorte mit breiter Krone.

Früchte besonders empfohlen:
für Eingemachtes

cornus mas PodolskiIm Arboretum Bolestraszyce selektierte polnische Fruchtsorte.

Das Durchschnittsgewicht der Früchte beträgt 3,1g. Sie haben mittlere Vitamin C Werte, einen niedrigen Zuckergehalt und sehr niedrigen Pektingehalt. Von den polnischen Sorten besitzen sie das niedrigste Verhältnis von Kern- zu Gesamtfruchtgewicht in Höhe von ca. 10% und somit ist Podolski die ergiebigste Sorte.
Sie beginnen Mitte September zu reifen. Der Erntezeitraum ist sehr kurz und endet von den polnischen Sorten am spätesten.
Mäßig stark wachsende Sorte mit breiter Krone.

Früchte besonders empfohlen:
für Eingemachtes, Kompott und Saft

cornus mas MacrocarpaAlte Sorte, die sehr zahlreich schmackhafte, birnenförmige Früchte ansetzt. Sie sind mehr als doppelt so groß wie bei Wildformen und hängen zu mehreren in Büscheln am Zweig. Reifezeitpunkt ist um die September/Oktober –Wende. Eher schwachwachsende Sorte, die bis 2,5m Höhe erreicht.

Früchte besonders empfohlen:
als Tafelobst, für Likör

cornus mas JolicoÖsterreichische Fruchtsorte.

Die 4-6 g schweren Früchte reifen als eine der letzten um die September/Oktober–Wende. Bei Jolico setzt von allen Sorten der Ertrag am frühesten ein – oft entwickelt sich schon an einjährigen Veredlungen ein Dutzend Blütendolden! Sie ist auf Fremdbestäubung angewiesen.

Früchte besonders empfohlen:
für Eingemachtes

 

 

 

 

cornus mas kwiatyDie Kornelkirsche (Cornus mas), auch Gelber Hartriegel genannt, ist ein seit Jahrtausenden vom Menschen genutztes Obstgehölz. In den letzten hundert Jahren ist sie jedoch etwas in Vergessenheit geraten und wird erst jetzt wieder im Zuge der Rückbesinnung auf Wildobst wiederentdeckt. Entgegen ihrem deutschen Namen ist sie nicht näher mit den Kirschen aus der Familie der Rosengewächse verwandt, sondern gehört zu den Hartriegelgewächsen.

Kornelkirschsträucher haben keine besonderen Ansprüche und sind völlig winterhart. Lediglich an feuchten Stellen sowie auf armen Sandböden werden sie schlecht wachsen. Am meisten sagen ihnen schwach alkalische Lehmböden (pH 7-7,5) sowie sonnige bis leicht beschattete Standorte zu. Die Kornelkirsche wächst nicht besonders schnell, kann jedoch mit der Zeit und abhängig von der Sorte ein stattlicher Großstrauch werden und durchschnittlich 5m Höhe (nach vielen Jahren!) erreichen. Deshalb sollte man bei Reihenpflanzung 2,5-3m minimalen Abstand in der Reihe, sowie ung. 4m zwischen den Reihen nicht unterschreiten. Im Gegensatz zu anderen obstbaulich genutzten Gehölzen sind bei der Kornelkirsche praktisch weder Pflanzenschutzmaßnahmen noch Erziehungs- oder Pflegeschnitt nötig und einmal gepflanzt wird sie jahrzehntelang Früchte tragen ohne Alternanzerscheinungen. Man kann sie sowohl als naturbelassenen Strauch führen, als auch durch allmählichen Rückschnitt der untersten Äste zum Nieder- oder sogar Halbstamm erziehen. Bei zeitigem Schnitt im Frühjahr neigen die Schnittstellen zu starkem Bluten. Die beste Schnittzeit ist deshalb der Hochsommer (August/September-Wende) - es kommt zu keinem Saftfluss aber die Pflanze kann die Wunden noch vor dem Herbst verschließen. Kornelkirschen mögen keine Kunstdünger, worauf sie mit Blattverfärbung reagieren. Am besten ist es sie mit kompostiertem Schafsdung oder Pferdemist zu düngen.

Die Kornelkirsche gehört zu den ersten Frühlingsblühern und öffnet zu dieser Zeit (je nach Witterungsverlauf ab Ende Februar bis Anfang April) tausende kleine, gelbe Blüten, die eine wertvolle Bienenweide darstellen. Bei Wildformen haben die sich daraus entwickelnden Früchte dunkelrote Farbe, sind oval und bis 2cm lang. Sie reifen folgernd gegen Sommerende und fallen nacheinander von den Zweigen. Dieser selbsttätige Obstfall ist eine charakteristische Eigenschaft fast aller Sämlinge und Sorten. Geerntet werden sie am besten durch Auslegen von Netzen unter die Sträucher, da nur die von selbst runtergefallenen Früchte vollreif sind. Sie sind gesund und schmackhaft - man kann sie roh verzehren oder auf vielerlei Weise (Mus, Gelee, Konfitüre, Saft, Likör, Wein und Edelbrand) verarbeiten. Der aus ihnen hergestellte Kornelkirschlikör wird von vielen Kennern als der beste überhaupt angesehen.
Die Früchte sind reich an Vitamin C, Pektin, Anthocyanfarbstoffen, organischen Säuren, Polyphenolen sowie Antioxidanten. Die Ausfärbung der Früchte hängt vom Gehalt der Anthocyanfarbstoffe ab, was jedoch in keiner Weise Einfluss auf den Geschmack hat. Es kommen Sämlinge mit fast schwarzen und gleichzeitig ziemlich sauren Früchten vor. Großen Einfluss auf den Geschmack hat dafür das Verhältnis von Extrakt- zu Säuregehalt. Je höher, desto besser sind die Früchte zum Frischverzehr geeignet.

Die Früchte der meisten Sorten sind universell verwendbar.

cornus mas pokrojIm Vergleich zu den Wildformen zeichnen sich unsere Obstsorten durch wesentlich größere Früchte mit besserem Geschmack sowie höhere Erträge, bei etwas schwächerem Wachstum aus. Durchschnittlich erreichen sie etwas über 3m Höhe bei 2-3m Breite. Die von uns angewandte Veredelungsmethode - Okulation, garantiert außer vollständiger Wiederholung aller Eigenschaften der Mutterpflanze auch ein viel schnelleres Einsetzen des Ertragsbeginns. Ung. 50% unserer Pflanzen blühen und fruchten schon im zweiten Jahr nach der Okulation, und fast 100% im dritten. Sämlinge brauchen dafür ung. 8 Jahre.
Unsere Kornelkirschsorten besitzen zudem verschiedene Reifezeiten der Früchte, dank dessen man den Erntezeitraum auf fast 3 Monate ausdehnen kann. Hinweis für raue und kalte Lagen - es sollten dort früh reifende Sorten angepflanzt werden. Wir bieten auch Sorten mit gelben Früchten an.

Obwohl die Mehrheit der Sorten in gewissem Masse selbstfertil ist, empfehlen wir jedoch mindestens zwei verschiedene nebeneinander zu pflanzen, um höhere Erträge zu erzielen. Jede Sorte, als auch Sämlinge, können alle anderen bestäuben. Damit die Kreuzbestäubung wirksam sein kann, darf die gegenseitige Entfernung der einzelnen Sträucher 20m nicht überschreiten.

In unserem Angebot befinden sich hauptsächlich ukrainische und polnische, im Arboretum Bolestraszyce gezüchtete Sorten. Die Früchte der polnischen Kornelkirschen sind etwas kleiner als die der ukrainischen, dafür aber wesentlich süßer. Die von uns angebotenen Kornelkirschsorten stammen von Mutterpflanzen mitteleuropäischer Herkunft ab und sind deshalb besser an das in Mitteleuropa herrschende atlantische Klima angepasst, als die z.B. sonst hierzulande verkauften bulgarischen Sorten mit mehr kontinentaler Klimaeignung. Daraus resultiert u.a. ein besseres Ausreifen der Früchte.  

Pflanzanleitung:

- in das ausgehobene Loch einen starken Pfahl eintreiben
- gleich tief einpflanzen wie im Topf (es sei denn einzelne Wurzeln sind zu sehen) und an den Pfahl anbinden
- Kornelkirschen müssen nicht geschnitten werden. Wenn man aber einen höheren Stamm anstrebt, kann man die untersten Zweige entfernen.

 

523f231c e194 42e2 9271 54825e98c08eAuf dem nebenan dargestellten Bild wurde mit grünem Pfeil die Okulationsstelle gekennzeichnet, aus der zwei Edeltriebe herauswachsen (der gelbe Pfeil weist auf Blütenknospen an einem der Edeltriebe hin) und mit roten Pfeilen zwei aus der Unterlage (die ein oranger Pfeil markiert) wachsende Wildtriebe - einer unterhalb der Veredlungsstelle, der andere oberhalb.
Da sich bei veredelten Kornelkirschen in den ersten zwei Jahren z.T. intensiv Wildtriebe bilden können, belassen wir absichtlich den Stummel der Unterlage, damit Kunden zweifelsfrei die Veredlungsstelle identifizieren können. Man sollte ihn am besten sofort nach dem Kauf am Ansatz abschneiden (die Schnittführung ist mit roter Linie gekennzeichnet). Alle Triebe, die ev. irgendwann später unterhalb der Veredlungsstelle erscheinen, sind somit Wildtriebe und gehören entfernt zu werden.