mespilus germanica NottinghamGroßfrüchtige, ertragreiche Sorte einer fast vergessenen Obstpflanze. Gezüchtet um 1850 in England. Nottingham wächst zu einem hohen Strauch oder kleinen Baum. Früchte kugelig, Durchmesser ung. 4cm, Reifezeit ist Mitte Oktober. Weich und eßbar werden sie nach mehrtägiger Lagerung in einem trockenen, warmen Raum oder durch Frosteinwirkung. Sie haben ein süßsäuerliches Aroma und finden in der Küche vor allem verarbeitet Verwendung.

mespilus germanica Dutch GiantSehr ertragreiche, alte Sorte. Ertrag früh einsetzend – oftmals werden schon an zweijährigen Veredlungen einige Früchte ausgebildet. Früchte groß, bis 5cm Durchmesser, leicht abgeflacht. Reifezeit ist Oktober. Das bräunliche Fruchtfleisch hat einen angenehemen Geschmack. Hervorragend zur Herstellung von Konfitüre geeignet.

Starkwachsende Sorte mit charakteristischen lorbeerähnlichen Blättern.

mespilus germanica SuessmispelIn den 60-er Jahren in Deutschland entdeckte Sorte, bekannt auch unter dem Namen Kurpfalzmispel. Die mittelgroßen Früchte eignen sich schon vor Frosteinfluß zum Rohverzehr! Sie enthalten kaum Gerbstoffe dafür aber den höchsten Zuckergehalt unter allen Mispelsorten.

mespilus germanica Monstrualna owoce07018Der Mutterbaum wurde durch den Botaniker V.A. Evreinoff in Frankreich im Jahre 1941 entdeckt. Er zeichnet sich durch starken Wuchs aus, erreicht 3-4m Höhe und trägt jährlich. Als eine der wenigen Sorten ist Monstöse nur schwach selbstfruchtbar und deshalb ist es ratsam sie in Gesellschaft einer weiteren Sorte zu pflanzen.

Bildet die größten Früchte aller Mispelsorten– bis max. 7cm Durchmesser, 60g schwer und mit leicht abgeflachter Fruchtform. Leider ist ein Teil der Früchte deformiert. Sie besitzen einen guten Geschmack und reifen etwas früher als bei anderen Sorten.

mespilus germanica Delice des VannesDelice des Vannes also Wonne aus Vannes. Im botanischen Garten in Vannes gezüchtete französische Sorte, die regelmäßig und reich trägt. Früchte rund, mittlerer Größe, mit ausgezeichnetem Geschmack.

mespilus germanica owoce02909Außergewöhnlich seltene Mispelsorte mit kleinen, samenlosen Früchten. Seit dem Mittelalter bekannt.

Die Früchte der Kernlosen gelten als die aromareichsten unter den Mispeln. Sie ist reichtragend, jedoch aufgrund der Fruchtgröße, vergleichbar mit jener der Wildformen, ist ihr Ertrag eher gering.
Da Samen nicht vorhanden sind, ist die Verarbeitung ihrer Früchte besonders einfach.
Die Zweige der Apyrena sind stärker bedornt als bei anderen Sorten.

 

 

 

 

mespilus odmiany owoceDie Gemeine Mispel oder auch Echte Mispel ist Vertreter einer nahe mit den Weißdornen verwandten Gattung. Sie ist eines der ältesten ununterbrochen seit dem Altertum kultivierten Fruchtgehölze und war vor allem im Mittelalter begehrt. Wie viele andere ist sie in den letzten Jahrhunderten zum großen Teil in Vergessenheit geraten. Die heute bekannten Sorten sind zumeist Relikte vergangener Zeiten, in denen die Mispel noch eine wichtige Nutzpflanze war. In neuerer Gegenwart wurden nämlich kaum noch Sorten gezüchtet.

Mispelsträucher sind mittelstark wachsend, erreichen 3-5m Höhe und entwickeln mit zunehmendem Alter eine ausladende, sparrige und oftmals viel breitere Krone. Im milden atlantischen Klima ist die Mispel langlebig - es sind bis 400 Jahre alte Exemplare bekannt. Bei Wildformen sind ihre Zweige mit Dornen bewehrt, bei Zuchtformen fehlen diese jedoch zumeist.

Unsere Mispelsorten werden auf Weißdornunterlagen veredelt, aufgrund dessen stellen sie geringe Bodenansprüche. Obwohl die Mispel aus den dem nordöstlichen Mittelmeer angrenzenden Ländern stammt, ist sie ziemlich winterhart und kann außer Gebirgslagen in ganz West- und Mitteleuropa ausgepflanzt werden. Sie bevorzugt jedoch sommerwarme, windgeschützte und sonnige Standorte und setzt dort reichlicher Früchte an. Ideal für Streuobstwiesen. In den ersten zwei Jahren nach der Pflanzung ist die Befestigung an einen starken Pfahl ratsam, da sie leicht an der Veredlungsstelle auseinanderbrechen! Die Mispel verliert im Herbst als eine der letzten ihre Blätter, wodurch sie zusätzlich auch in ihren späteren Wachstumsjahren im Falle zeitiger Schneefälle der Beschädigung durch Schneedruck ausgesetzt ist. Die Pflege beschränkt sich im wesentlichen auf die Erziehung der Krone in Jugendjahren sowie eventuelles Auslichten bei älteren Stücken.

Die Mispelblüte findet im Mai/Juni statt, wenn die Gefahr von Spätfrost nur noch gering ist. Dank ihrer zahlreichen, großen, weißen Blüten sind die Sträucher zu dieser Zeit auch sehr dekorativ.

Die Mehrheit der Sorten ist selbstfertil. Unreife Früchte sind so adstringierend und hart, dass sie praktisch nicht von Schädlingen befallen werden. Bei Wildformen erreichen sie nur 2-3cm Durchmesser, bei Sorten sind sie zwei- bis dreimal größer. Teigig weich und somit essbar werden sie erst im Spätherbst und ihr Fruchtfleisch schmeckt dann angenehm säuerlich und würzig. Man kann aber die Fruchtreife durch mehrtägige Lagerung unreifer Früchte in Wärme beschleunigen. Auch durch Frosteinwirkung werden sie mürbe. Nicht geerntete Früchte bleiben meistens bis zum Frühjahr an den Zweigen hängen.

Verwendung finden sie vor allem in verarbeiteter Form als Püree, Marmelade u. ä.. Früher wurden Mispelfrüchte bei der Herstellung von Traubenwein eingesetzt, um den Weinstein vom Wein zu trennen.

Pflanzanleitung:

- in das ausgehobene Loch einen starken Pfahl eintreiben
- gleich tief einpflanzen wie im Topf (es sei denn einzelne Wurzeln sind zu sehen) und an den Pfahl anbinden
- im Vorfrühling den Leittrieb auf etwa 70cm über dem Erdboden einkürzen oder um 1/4 und abhängig von der angestrebten Höhe des zukünftigen Stammes ihn auf dieser Höhe verzweigen lassen oder auch nur eine Stammverlängerung wachsen lassen, die erst im nächsten Jahr Verzweigungen abgeben wird.